Presse
23.07.2009, 13:23 Uhr | Übersicht | Drucken
314 Jahre Wissen und Erfahrung gehen von Bord
CDU-Kreisräte Gustav Eppler, Franz Schläger und Albrecht Sellner in den kreispolitischen Ruhestand verabschiedet


In feierlichem Rahmen ließ die CDU-Kreistagsfraktion die Wahlperiode 2004 – 2009 ausklingen. Nach 38-jähriger Zugehörigkeit zum Kreistag wurden dabei besonders die Verdienste der Kreisräte Eppler, Schläger und Sellner gewürdigt.


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Franz Schläger, Albrecht Sellner, Manfred Hollenbach MdL und Gustav Eppler

Traditionell beschließt die CDU-Kreistagsfraktion eine Wahlperiode mit einem geselligen Abend, an dem auch die Partnerinnen und Partner Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion teilnehmen. Manfred Hollenbach MdL, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, brachte seinen Dank für die konstruktive Zusammenarbeit in der Fraktion zum Ausdruck. Mit Zufriedenheit und Stolz blicke er auf die Ergebnisse der vergangenen Amtszeit zurück, so Hollenbach. Als „schwierigsten Teil des Abends“ bezeichnete er die Aufgabe, 17 der 36 amtierenden Kreisräte und Kreisrätinnen in den kreispolitischen Ruhestand zu verabschieden. Einen Wechsel in dieser Dimension habe es noch nie gegeben. Besonders würdigte er die Leistung der drei „dienstältesten“ Mitglieder der CDU-Fraktion. Eppler, von Beruf Landwirt aus Bietigheim-Bissingen, habe die Abfallwirtschaft im Kreis Ludwigsburg von Beginn an begleitet und wesentlich mitgestaltet. Seine bodenständige und verlässliche Art sei dabei stets sein Markenzeichen gewesen. Schläger, Bauoberamtsrat a. D. aus Remseck, habe als Mitglied im Ausschuss für Umwelt und Technik, im Sozial- und im Verwaltungsausschuss Akzente gesetzt. Er habe sich dabei intensiv und nachhaltig für die Belange seiner Stadt eingesetzt.

Sellner, Bürgermeister a. D. aus Gerlingen, sei ausgewiesener Experte für Kultur und das berufliche Bildungswesen. Für junge Menschen im Kreis Ludwigsburg ein vielfältiges und praxisbezogenes Bildungsangebot anzubieten, dabei habe Sellner prägend mitgewirkt. Sellner habe seine 38 Jahre als Kreisrat nicht ausschließlich im Ludwigsburger Kreistag, sondern zuvor im Gremium des Landkreises Leonberg, der im Zuge der Kreisreform aufgelöst wurde, verbracht. Sellner selbst schilderte eindrücklich die Stimmungslage während der Kreisreform. Mit dem Entrollen des Transparents „Leo muss bleiben“ in einer Kreistagssitzung habe er seine Verbundenheit zum Kreis Leonberg deutlich zum Ausdruck gebracht. „Heute fühlen sich die von der Kreisreform betroffenen Städte und Gemeinden im Landkreis Ludwigsburg gut aufgenommen und sehr wohl. Das trifft auch für mich persönlich zu.“, resümierte Sellner.

Alle drei seien im Jahr 1971 erstmals Kreisräte geworden, so Hollenbach weiter und lenkte den Blick zurück. Zu dieser Zeit habe die Kreisumlage nur 18 Prozentpunkte betragen. Die Müllentsorgung und der öffentliche Personennahverkehr sei noch Aufgabe der Gemeinden gewesen. Die Berufsschulzentren hätten noch nicht existiert. Daran werde deutlich, welche Anstrengungen der Landkreis Ludwigsburg seitdem für seine Bürgerinnen und Bürger unternommen habe. „Mit Ihnen geht ein tonnenschweres Erfahrungspaket von Bord, Tiefgang und Linie beizubehalten wird dadurch schwieriger“. Insgesamt müsse die CDU-Fraktion auf einen Erfahrungsschatz von 314 Jahren verzichten, der auf Amtszeiten zwischen 5 und 38 Jahren Zugehörigkeit zum Kreistag bei allen 17 ausscheidenden Mitgliedern aufgeteilt gewesen sei.



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aktualisiert von Claudia Thannheimer, 20.09.2009, 13:02 Uhr

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